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Zypern übernimmt zum Jahresbeginn EU-Ratspräsidentschaft

Ein kleines Land am Rand Europas steht für das kommende halbe Jahr an der Spitze der EU. Welche Schwerpunkte Zypern setzen will.

Das neue Jahr beginnt mit einer neuen Ratspräsidentschaft in der EU: Für das erste Halbjahr übernimmt Zypern die Präsidentschaft des Rats der Europäischen Union. Damit spielt das Land eine maßgebliche Rolle im Gesetzgebungsprozess der EU. Nach eigenen Angaben liegt der zypriotische Schwerpunkt für die EU-Politik der kommenden sechs Monate darin, die Autonomie der EU zu stärken. Auch soll der Blick mehr in die Region des östlichen Mittelmeers gerichtet werden; Probleme wie Wassermangel und Dürre sollen auf europäischer Ebene behandelt werden. Viele Themen übernimmt Zypern darüber hinaus von der vorherigen Präsidentschaft Dänemarks.

Zypern ist das am östlichsten gelegene Land der EU. Die Insel im Mittelmeer ist faktisch in zwei Teile geteilt, die international anerkannte Republik Zypern im Süden sowie den von der Türkei besetzten Norden. Seit 2004 ist Zypern EU-Mitglied. Knapp eine Million Menschen leben laut Eurostat dort. Das Pro-Kopf-Einkommen der Zypriotinnen und Zyprioten liegt unter dem EU-Durchschnitt. Insgesamt macht laut Eurostat Zypern 0,2 Prozent der gesamten EU-Wirtschaftskraft aus.