Gorleben. Die ökumenische Initiative "Gorlebener Gebet" will ihre traditionellen Andachten im Wald auch nach dem Ausschluss des Gorlebener Salzstocks aus dem Endlagersuchverfahren fortsetzen. "Das Gorlebener Gebet gehört seit 31 Jahren zum Widerstand gegen die Atomwirtschaft und die politische Entscheidung, den hochradioaktiven Restmüll im Gorlebener Salzstock zu lagern", sagte die Koordinatorin der Initiative, Christa Kuhl, dem Evangelischen Pressedienst (epd).
Gorleben komme nun aus geologischen Gründen nicht mehr als Endlagerstandort infrage, "darüber sind wir froh". "Wir beten aber nicht zum St. Florian", fügte Kuhl hinzu. 113 Castoren mit hochradioaktivem Atommüll befänden sich noch in Gorleben, die Zwischenlager an den Atomkraftwerken würden weiterhin gefüllt.

