Zahlreiche Dresdnerinnen und Dresdner haben anlässlich des Jahrestages der Zerstörung der Stadt vor 79 Jahren am Dienstag gegen Rechtsextremismus und Rassismus demonstriert. An einer Menschenkette beteiligten sich am Abend nach Angaben der Stadtverwaltung 13.000 Menschen.
Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) rief bei der Kundgebung dazu auf, sich vehement für Demokratie und die Menschenwürde einzusetzen. „Das Fundament unserer politischen Ordnung sind die Menschen- und Bürgerrechte“, sagte Hilbert. Angesichts der Zunahme von Rassismus und menschenverachtenden Weltbildern in der Gesellschaft mahnte er: „Die Zukunft unserer Demokratie entscheidet sich an der Wahlurne. Wir haben es selbst in der Hand, wer Macht erhält und wer sie entzogen bekommt.“
Erinnerung an die Opfer dürfe nicht von Nationalisten umgedeutet werden
Die nationalsozialistische Terrorherrschaft sei „kein Zufallsprodukt“ gewesen. Der Nationalsozialismus sei „bei freien und demokratischen Wahlen von einem großen Teil der Bevölkerung eingeladen“ worden, „zur stärksten politischen Kraft zu werden“, sagte Hilbert. Die Erinnerung an die Opfer des Zweiten Weltkrieges dürfe nicht von Nationalisten umgedeutet und instrumentalisiert werden.Der Gedenktag hatte am Vormittag mit einer Kranzniederlegung auf dem Nordfriedhof begonnen. Weitere Gedenkveranstaltungen fanden auf dem Neuen Katholischen Friedhof und auf dem Heidefriedhof statt. Jeweils am 13. Februar erinnert Dresden an die Luftangriffe der Alliierten von 1945 auf die Stadt. Damals starben laut Schätzungen rund 25.000 Menschen, die Altstadt wurde nahezu vollständig zerstört.Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
