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Synode in Hannover will über digitale Kirche beraten

Das Parlament der größten deutschen evangelischen Kirche tagt ab Mittwoch digital. Auf dem Programm steht auch die Aufarbeitung von Fällen sexualisierter Gewalt.

Schon die vergangene Tagung fand digital statt

Hannover. Das Parlament der hannoverschen Landeskirche kommt von Mittwoch an pandemiebedingt zum zweiten Mal vollständig per Videokonferenz zusammen. Die 79 Mitglieder der Landessynode tagen bis zum Freitag, wie die Landeskirche mitteilt.

Im Mittelpunkt der Frühjahrstagung stehen Überlegungen zu digitalen Formen in der Kirche, die aktuellen Diskussionen um die Novellierung des niedersächsischen Kindertagesstätten-Gesetzes und der Bericht von Landesbischof Ralf Meister.

Finanzen im Fokus

Auf der Tagesordnung steht auch ein Bericht zum Stand des landeskirchlichen Engagements bei der Aufarbeitung und Prävention von Fällen sexualisierter Gewalt. Zudem wollen die Synodalen über weitere Schritte eines Zukunftsprozesses beraten, den die Landeskirche angesichts sinkender Mitgliederzahlen und zurückgehender Finanzen starten will. Finanzchef Rolf Krämer wird den Delegierten einen Bericht über die Entwicklung der Kirchenfinanzen in der Coronakrise geben.

Themen sind auch die Suizidbeihilfe und die Zukunft des Religionsunterricht an den Schulen. Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers ist mit 2,4 Millionen Mitgliedern in 1.230 Gemeinden zwischen Hann. Münden und der Nordsee die größte evangelische Kirche in Deutschland.

Unterschiedliche Wege

Die evangelischen Kirchenparlamente in Niedersachsen gehen bei ihren Tagungen derzeit unterschiedliche Wege. Während die oldenburgische Synode in der vergangenen Woche wegen der Corona-Pandemie ebenfalls digital tagte, kamen die Delegierten der braunschweigischen Synode zu einer Präsenztagung mit Hygiene- und Abstandsregeln zusammen. Die Synode von Schaumburg-Lippe wird am Wochenende ebenfalls in Präsenz beraten. (epd)

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