Etwa zwei Wochen nach dem Rücktritt der EKD-Ratsvorsitzenden Annette Kurschus kommt die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Dienstag nächster Woche zu digitalen Beratungen zusammen. Anlass ist jedoch nicht der Rücktritt, sondern die zuvor bereits geplante Fortsetzung der am 15. November in Ulm unterbrochenen Jahrestagung. Wie die EKD in Hannover mitteilte, gilt die verabschiedete Tagesordnung unverändert und wird an der Stelle der Unterbrechung wieder aufgenommen.
Die EKD-Synodentagung in Ulm war am Morgen des 15. November unterbrochen worden. Grund war der bundesweite Bahnstreik, aufgrund dessen sich viele Synodale zu einer vorzeitigen Abreise entschlossen hatten. In der Folge stand die Beschlussfähigkeit des evangelischen Kirchenparlaments infrage. Das Präsidium entschied daher, die für den letzten der vier Beratungstage geplanten Debatten und Beschlüsse auf eine digitale Tagung zu verschieben. Für diese sind am nächsten Dienstagnachmittag bis in den Abend hinein fünf Stunden anberaumt.
