Die Politik sei zwar in der Verantwortung. Aber jede und jeder könne einen Unterschied machen. Während der Kältewelle dürfen Obdachlose nicht übersehen werden, mahnt der Bundespräsident.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat angesichts der jüngsten Kältewelle dazu aufgerufen, Obdachlose nicht zu übersehen. Jede und jeder Einzelne könne einen Unterschied machen. “Ein freundliches Wort, ein warmes Getränk, das Gefühl, nicht übersehen zu werden. Geben wir aufeinander acht!”, sagte Steinmeier dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).
Es sei unerträglich, dass “Zehntausende Menschen in Deutschland auf der Straße leben müssen”, sagte Steinmeier weiter. Daran dürfe man sich nicht gewöhnen. Das zu ändern, sei Aufgabe der Politik.
Steinmeier betonte auch Bedeutung zahlreicher Initiativen: In Notunterkünften, Suppenküchen und Kältebussen seien Helfer im Einsatz, um Leben zu retten. “Sie sind ein starkes und sichtbares Zeichen der Mitmenschlichkeit in unserer Gesellschaft.”
Nach Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe vom November 2025 waren mindestens 1,029 Millionen Menschen im Jahr 2024 zumindest zeitweise ohne Wohnung. Das sei ein neuer Höchststand.