Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) will in den Palästinensergebieten 25.000 neue Jobs schaffen und damit den "sozialen Sprengstoff" in der Kriegsregion entschärfen. Dazu startete sie gemeinsam mit dem neuen palästinensischen Premierminister Mohammad Mustafa in Ramallah eine Initiative für Beschäftigung und Stabilität, wie das Entwicklungsministerium mitteilte. Die Maßnahmen sollen sowohl Palästinensern als auch Israelis zugute kommen. "Denn Israelis und Palästinenser können nur in Frieden leben, wenn es auch die jeweils andere Seite tut", so die Ministerin.
"Der schreckliche Terrorangriff der Hamas und der andauernde Krieg in Gaza haben bei Israelis und Palästinensern unermessliches Leid verursacht", sagte Schulze. "Die katastrophale humanitäre Lage im Gazastreifen besorgt uns zutiefst." Zugleich dürfe man die anderen Teile der Palästinensischen Gebiete nicht aus dem Blick verlieren. Die Arbeitslosigkeit im Westjordanland habe sich nahezu auf 40 Prozent verdreifacht. "Das ist zusätzlicher sozialer Sprengstoff in einer ohnehin höchst angespannten Lage."
