Artikel teilen:

Sächsische Polizisten sollen mehr über Antisemitismus erfahren

Sächsische Polizistinnen und Polizisten sollen mehr über Antisemitismus und jüdisches Leben erfahren. Dazu wurde am Mittwoch in Dresden ein Kooperationsvertrag mit dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden geschlossen, wie das Innenministerium in Dresden mitteilte. Kern der Zusammenarbeit sei ein umfassendes bildungsorientiertes Angebot für die Polizei Sachsen.

In den kommenden Monaten werde der Landesverband gemeinsam mit dem Dresdner Verein Hatikva und dem Kulturbüro Sachsen insgesamt zehn ganztägige Workshops durchführen. Diese finden an der Hochschule der Sächsischen Polizei statt. Die Workshops richten sich an Polizeikommissaranwärterinnen und -anwärter sowie Polizeimeisteranwärterinnen und -anwärter. Nach Angaben des sächsischen Innenministeriums sollen die Seminare fundierte Kenntnisse zu Wesen, Erscheinungsformen und Ideologien des Antisemitismus vermitteln. Ziel sei, die Handlungskompetenz der Polizei im Umgang mit Betroffenen zu stärken.

Ziel der Vereinbarung sei insgesamt eine langfristige und kontinuierliche Zusammenarbeit, hieß es. Es gehe darum, antisemitischen Einstellungen und Straftaten in Sachsen wirksam zu begegnen und jüdisches Leben zu stärken. Landespolizeipräsident Jörg Kubiessa nannte den Schutz jüdischen Lebens eine wichtige Aufgabe der sächsischen Polizei. Die Kooperation mit dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden bilde dafür eine gute Grundlage. Die Landesvorsitzende der Jüdischen Gemeinden, Ekaterina Kulakova, nannte „eine verständnisvolle und hoch sensible Zusammenarbeit“ zwischen Landesverband und Polizei sehr wichtig.