Kieler Landesregierung will Inklusion fördern

Mit dem Rollstuhl an den Strand

Wattführungen für Behinderte und barrierefreie Bahnhöfe: Die Landesregierung hat einen neuen Aktionsplan für Inklusion vorgelegt.

Mit diesem Rollstuhl auf Amrum können Rollifahrer den Strand genießen

Kiel. Mit neuen Aktionen will die schleswig-holsteinische Landesregierung Menschen mit Behinderungen mehr in die Gesellschaft integrieren. „Bislang scheitert die volle Teilhabe für die 500.000 Menschen mit Behinderungen im Land noch an Treppen, schlechter Akustik und komplizierten Texten“, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) bei der Vorstellung des Papiers in Kiel.

Zu den 53 geplanten Maßnahmen gehören etwa barrierefreie Bahnhöfe, Gebärdensprachkurse für Verwaltungsmitarbeiter und Wattführungen für Sehbehinderte. Als weitere Beispiele nannte Günther die Sprachförderung für Geflüchtete mit Behinderungen und die Förderung von inklusiven Sozialräumen in Kommunen. Außerdem soll es eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme der gesundheitlichen Versorgung von behinderten Menschen geben.

„Auf gutem Weg“

Die Landesregierung hatte bereits vor knapp sieben Jahren einen ersten Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auf den Weg gebracht. „Inklusion ist als Prozess angelegt, der immer weiterentwickelt werden muss. In Schleswig-Holstein sind wir auf einem guten Weg“, sagte die Landesbehindertenbeauftragte Michaela Pries.

Im Rahmen des Aktionsplans hat die Landesregierung auch den Fonds für Barrierefreiheit verlängert. Für 2022 werden noch einmal 1,2 Millionen Euro für zum Abbau von Barrieren und fünf Millionen Euro für inklusive Sozialräume der Kommunen eingestellt. Anträge zum Fonds können bis zum 1. April hier gestellt werden. (epd)

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