Kirchentag: Diese Tipps geben Kirchen-Promis und Besucher

Der Kirchentag macht seine Aufwartung mit einem überbordenden Programm. Da heißt es, gut wählen oder sich treiben lassen und genießen. Hier kommen Tipps.
Kirchentag: Diese Tipps geben Kirchen-Promis und Besucher
Unter dem Leitwort «mutig - stark - beherzt» sind beim Kirchentag bis Sonntag rund 1.500 Veranstaltungen zu Glaubensfragen und gesellschaftlichen Themen wie Frieden, Klimaschutz und Rechtsextremismus geplant
epd bild/ Friedrich Stark

„Klar sind wir dabei“, schwärmt Wilfried Manneke, „Kirchentage sind für meine Frau und mich immer ganz besondere Erlebnisse.“ Er wolle jedoch nicht nur möglichst viele Veranstaltungen besuchen, sondern auch Zeit haben, die Atmosphäre zu genießen, betont der Pastor. „Ich mag das Zusammengehörigkeitsgefühl und die gute Stimmung.“

Manneke, der sich gegen Rechtsextremismus engagiert, ist nicht nur privat auf dem Kirchentag, sondern er tritt auch als Teilnehmer auf dem Podium „Mal nach dem Rechten sehen“ auf und stellt die Initiative „Kirche für Demokratie – gegen Rechtsextremismus“ Niedersachsen vor.

Abfeiern bei Posaunenmusik

Von der Stimmung will sich auch Entertainerin Annie Heger mitreißen lassen. „Kirchentag bedeutet für mich, in Gemeinschaft so richtig abfeiern zu können. Ich liebe es, mich von den Posaunenchorklängen durch die Stadt wehen zu lassen. Das macht einfach Kribbel in mir“, freut sich Heger, die beim Schlussgottesdienst als Sängerin auftritt. Doch sie wolle auf Veranstaltungen, an denen sie beteiligt ist, auch eigene Akzente setzen. So bei einem Konzert für Frieden und einem Feierabendmahl zu Flucht und Vertreibung.

Frau mit kurzen Haaren und hellblauem Blazer
Margot Käßmann lehnt atomare Abschreckung ab
Imago / Star-Media

Auf die Mischung aus offiziellen Verpflichtungen und privaten Begegnungen freut sich auch Bernhard Felmberg. „Mein Kirchentagsprogramm beginnt mit dem Eröffnungsgottesdienst“, sagt der Militärbischof der Bundeswehr. An den folgenden Tagen werde er auf dem Markt der Möglichkeiten unterwegs sein und sich an Dialog-Formaten beteiligen.

Ähnlich ist es bei Margot Käßmann. „Am 1. Mai eröffne ich mit einer Bibelarbeit das Ökumenische Friedenszentrum, das während des Kirchentages stattfindet“, so die ehemalige hannoversche Bischöfin. „Ich freue mich, dass hier so viele Friedensgruppen gemeinsam kompetent und klar ein Friedenszeugnis abgeben werden.“ Doch neben dieser Mission liege ihr auch ein musikalischer Abend mit Clemens Bittlinger am Herzen.

Alle Impulse mitnehmen

Mit großer Erwartung blickt auch Rebecca Reinhard Goy auf den Kirchentag. Die Studentin aus Hamburg bietet selbst zwei queer-feministische Workshops an. „Ansonsten will ich versuchen, so viele Impulse wie möglich mitzunehmen.“ Auch Marten Siegmund, Vorsitzender der Landesjugendkammer der Landeskirche Hannovers, versucht ein breites Programm zu erleben. „Aber am meisten freue ich mich aufs Zentrum Junge Menschen.“

Klaas Grensemann vom Kloster Bursfelde ist mit Workshops zum Pilgern beim Kirchentag beteiligt. Für ihn sei der Kirchentag ebenfalls ein Fest der Begegnung, betont der Diakon. „Aber eben nicht nur zwischenmenschlich, sondern auch in geistlicher Hinsicht.“

Sven KriszioS
Ein Beitrag von:

Sven Kriszio

ist in Bremerhaven aufgewachsen und hat in Bielefeld und Hamburg Theologie studiert. Wurde nach dem Diplom Volontär bei der Kirchenzeitung in Kiel und wechselte später nach Hamburg. War freier Mitarbeiter, Redakteur und zuletzt Redaktionsleiter. Nach einer Auszeit – unter anderem mit Mitarbeit in der Pressestelle der EKD – jetzt wieder Redakteur bei der Evangelischen Zeitung. Diesmal in Hannover.

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