Dem Mitbegründer der Potsdamer Rabbinerschule Abraham-Geiger-Kolleg, Walter Homolka, droht im Rechtsstreit mit dem Zentralrat der Juden eine Niederlage. Das Gericht würde seinen „Verfügungsantrag nach derzeitigem Stand zurückweisen“, sagte der Vorsitzende Richter Holger Thiel bei der mündlichen Verhandlung vor dem Berliner Landgericht. Rabbiner Homolka will dem Zentralrat Äußerungen in einem Zwischenbericht vom Dezember zu gegen ihn erhobenen Vorwürfen untersagen lassen. Das Gericht wollte seine Entscheidung nach Aussage des Vorsitzenden nach weiteren Beratungen fällen.
Homolka, der selbst an der mündlichen Verhandlung teilnahm, steht seit vergangenem Mai öffentlich in der Kritik. Ihm wird unter anderem Machtmissbrauch vorgeworfen. Er selbst weist die Vorwürfe zurück. Der Zentralrat der Juden hatte eine Anwaltskanzlei mit einem Gutachten zu den Vorwürfen beauftragt, das am 7. Dezember veröffentlicht wurde. Die Gutachter gehen darin davon aus, dass es Anhaltspunkte für eine Bestätigung verschiedener Vorwürfe gibt.

