Hamburger Theologe Jürgen Moltmann erhält Ehrendoktorwürde

Für seine Theologie mit geistlicher Tiefe bekommt der 96-Jährige die Auszeichnung. Moltmann ist bekannt von Kirchentagen und durch seine vielen Bücher.

Der Tuebinger evangelische Theologe Juergen Moltmann (91) am Freitag (30.06.17) auf der 26. Generalversammlung der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WCRC) in Leipzig. Auf dem zehntaegigen Weltgipfel der Reformierten werden zentrale Fragen zu Frieden, Migration, Gerechtigkeit und der Zerrissenheit der Welt diskutiert. Der Kongress gilt als groesstes religioeses Treffen im Jahr des 500. Reformationsjubilaeums. Bis zum 7. Juli werden rund 1.000 Teilnehmer aus etwa 100 Nationen erwartet. Insgesamt vertritt die Weltgemeinschaft als Dachverband aktuell rund 80 Millionen Christen weltweit. *** Local Caption *** 00377143
Der Tuebinger evangelische Theologe Juergen Moltmann (91) am Freitag (30.06.17) auf der 26. Generalversammlung der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WCRC) in Leipzig. Auf dem zehntaegigen Weltgipfel der Reformierten werden zentrale Fragen zu Frieden, Migration, Gerechtigkeit und der Zerrissenheit der Welt diskutiert. Der Kongress gilt als groesstes religioeses Treffen im Jahr des 500. Reformationsjubilaeums. Bis zum 7. Juli werden rund 1.000 Teilnehmer aus etwa 100 Nationen erwartet. Insgesamt vertritt die Weltgemeinschaft als Dachverband aktuell rund 80 Millionen Christen weltweit. *** Local Caption *** 00377143Jens Schulze

Hamburg/Wuppertal. Der Hamburger Theologe Jürgen Moltmann bekommt die Ehrendoktorwürde der Kirchlichen Hochschule (KiHo) Wuppertal. Mit einem Festakt wird ihm die Auszeichnung am Dienstag, 1. November, auf dem Campus der Kirchlichen Hochschule Wuppertal verliehen, wie die Hochschule mitteilt. Der 96-Jährige gelte als einer der renommiertesten Theologen der Gegenwart, hieß es. Moltmanns Theologie zeige transformative, zukunftsgestaltende Kraft genauso wie geistliche Tiefe.

Jürgen Moltmann würde 1926 in Hamburg geboren. Das Studium der evangelischen Theologie begann er kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Ab 1952 arbeitete er als Pastor und Studierendenpfarrer, bis er 1957 den Ruf an die KiHo Wuppertal erhielt.

In Tübingen gelehrt

Von 1967 bis zu seiner Emeritierung 1994 lehrte und forschte er an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Jenseits theologischer Fachkreise wurde Moltmann vor allem durch seine Bücher und die Kirchentage bekannt. 1964 erschien mit „Theologie der Hoffnung“ das Werk, das ihm internationale Anerkennung verschaffte. Anschließend folgten Publikationen wie „Der gekreuzigte Gott“ (1972), „Trinität und Reich Gottes“ (1980) und „Gott in der Schöpfung. Ökologische Schöpfungslehre“ (1985).

Die Kirchliche Hochschule Wuppertal ist eine staatlich anerkannte Hochschule in kirchlicher Trägerschaft. Auf dem Campus studieren unter anderem künftige Pfarrerinnen und Pfarrer Evangelische Theologie, seit 2021 auch in dem Weiterbildungsstudiengang „Master of Theological Studies“. (epd)