In Bennebostel bei Celle

Großes Pfadfindertreffen in der Lüneburger Heide

Aus dem ganzen Bundesgebiet reisen die Pfadis nach Bennebostel bei Celle. Auch Besucher sind an einem Tag willkommen.

Für das Lager wird ene Zeltstadt aufgebaut

Bennebostel/ Kr. Celle. Rund 1.400 Pfadfinderinnen und Pfadfinder kommen ab diesem Mittwoch bis zum 7. August im niedersächsischen Bennebostel bei Celle zu einem Bundeslager zusammen. Die „Christliche Pfadfinderschaft Deutschlands“ baut dazu eine Zeltstadt auf, wie eine Sprecherin mitteilt. „Dabei ist es Tradition, alle Bauwerke durch Seile, Holzstangen und Zeltbahnen zu bauen. Nägel und Schrauben brauchen die Pfadis nicht.“ Das größte Zelt bietet Platz für 200 Menschen. Höhepunkt des alle vier Jahre stattfindenden Lagers ist vom 29. bis zum 31. Juli ein Jubiläumswochenende zum 100-jährigen Bestehen des Verbandes.

Die Christliche Pfadfinderschaft Deutschlands mit Gruppen im ganzen Bundesgebiet ist mit rund 5.000 Mitglieder der nach eigenen Angaben zweitgrößte evangelische Pfadfinderverband in Deutschland. Über seine Arbeit und den Alltag der „Pfadis“ können sich Interessierte bei einem Tag für Besucherinnen und Besucher am 31. Juli ab 11 Uhr informieren, wie es heißt. Dabei wollen die Pfadi-Gruppen Selbstgemachtes gegen Spenden anbieten. Zum Programm des Bundeslagers gehören weiter ein Geländespiel und ein Stadtspiel in Celle sowie ein sogenannter „Hajk“, bei dem Kleingruppen drei Tage lang durch die Region wandern wollen.

Aus der Geschichte

Die weltweite Jugendbewegung der Pfadfinder wurde vor mehr als hundert Jahren von dem ehemaligen englischen General Sir Robert Baden-Powell gegründet. Am 1. August 1907 eröffnete er das erste Pfadfinderlager auf der britischen Kanalinsel Brownsea Island. Baden-Powell hatte die Idee, Aktivitäten in der freien Natur, internationale Begegnungen sowie gemeinnütziges und friedensethisches Engagement zu vereinen. Weltweit entstanden daraufhin konfessionelle und nicht-konfessionelle Pfadfinderverbände.

In Deutschland fanden die ersten Gruppen 1909 zusammen. In der NS-Zeit waren sie verboten. Die Christliche Pfadfinderschaft Deutschlands sieht sich in einer Tradition, die 1921 ihren Anfang nahm, als christliche Pfadfindergruppen sich im thüringischen Neudietendorf bei Gotha zur Christlichen Pfadfinderschaft (CP) zusammenschlossen. (epd)

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