Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat an das leidvolle Schicksal der Jesiden erinnert. Zum Internationalen Gedenktag für die Opfer von Gewalttaten aus Gründen der Religion oder des Glaubens am Donnerstag forderte EKD-Auslandsbischöfin Petra Bosse-Huber einen bundesweiten Abschiebestopp für Jesiden. Zudem müsse eine dauerhafte Bleiberechtsregelung gefunden werden.
Die EKD hob hervor, dass die Vereinten Nationen die Verbrechen an den Jesiden als Völkermord anerkannt haben und der Bundestag sich dem im Januar 2023 angeschlossen hat. Von etwa einer Million Jesiden weltweit lebe die größte jesidische Diaspora mit etwa 250.000 Angehörigen in Deutschland, hieß es: „Ungefähr 280.000 Menschen befinden sich noch immer in Flüchtlingslagern im Nordirak. Nun werden die Camps jedoch geschlossen, ohne dass es tatsächliche Fortschritte zum Wiederaufbau in der Herkunftsregion gibt.“
