Die Staatsanwaltschaft Hildesheim wird im Fall der zerstörten Heiligenfiguren vor der katholischen Heilig-Kreuz-Kirche in Hildesheim nicht weiter ermitteln. Das Verfahren wurde eingestellt, da ein Täter nicht ermittelt werden konnte, wie ein Sprecher am Mittwoch auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) mitteilte. Einem Gottesdienstbesucher waren die Beschädigungen an den barocken Kunstwerken im Dezember aufgefallen.
Beschädigt wurden laut Polizei jeweils die Gesichter. Betroffen sind eine Petrus-Figur von 1603 sowie Darstellungen der Heiligen Joseph und Nepomuk aus den Jahren 1732 und 1733. Nach Angaben der Klosterkammer Hannover, die die Heilig-Kreuz-Kirche baulich und kunstpflegerisch betreut, gehören die Skulpturen zu den wenigen ihrer Zeit, die in Hildesheim überhaupt noch zu sehen sind. Die Klosterkammer prüfe Schritte zu ihrer Restaurierung.
Die Kirche Zum Heiligen Kreuz gehört zu den ältesten Kirchenbauten in Hildesheim. Das Gebäude geht im Kern auf eine Torhalle der Stadtbefestigung zurück, die Ende des 11. Jahrhunderts zu einer Stiftskirche umgebaut wurde. Die Kirche besitzt eine reiche Ausstattung und einen bedeutenden Kirchenschatz, der zum Teil im Dommuseum Hildesheim aufbewahrt wird.