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Erinnerung an erstes Gesamtberliner Parlament von 1991

An die Konstituierung des ersten Gesamtberliner Parlaments von 1991 wird am Montag im Abgeordnetenhaus erinnert. Zum 35. Jahrestag der historischen Ereignisse ist am Abend eine Festveranstaltung geplant. Die Festrede hält Abgeordnetenhauspräsidentin Cornelia Seibeld (CDU). Im Anschluss diskutieren Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, darunter der frühere Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU), die ehemalige Bundesfamilienministerin Christine Bergmann (SPD) und die Grünen-Politikerin Renate Künast, wie die Parlamentsverwaltung mitteilte.

Am 11. Januar 1991 war das aus den ersten Wahlen nach dem Mauerfall hervorgegangene Abgeordnetenhaus von Berlin zu seiner ersten Sitzung zusammengekommen. Als Termin für die Konstituierung war der 11. Januar gewählt worden, weil sich bereits 40 Jahre zuvor erstmals ein Abgeordnetenhaus von Berlin an diesem Datum im Rathaus Schöneberg versammelt hatte. Die konstituierende Sitzung von 1991 fand seinerzeit in der Berliner Nikolaikirche statt. Dort war bereits 1809 die erste von Bürgern gewählte Stadtverordnetenversammlung vereidigt worden.

Aus der Wahl vom 2. Dezember 1990 war die CDU mit über 40 Prozent der Zweitstimmen als Siegerin hervorgegangen, gefolgt von der SPD mit über 30 Prozent. Die PDS kam auf gut 9, die FDP auf 7 und die Grünen auf 5 Prozent der Zweitstimmen. Regierender Bürgermeister wurde danach der CDU-Politiker Diepgen, der dieses Amt schon zuvor von 1984 bis 1989 innehatte.