Zum ersten Jahrestag des deutschen Lieferkettengesetzes sehen Arbeits- und Menschenrechtler erste Erfolge. Unternehmen verstärkten ihr Engagement, und Betroffene brächten Beschwerden vor, erklärten das Cora-Netzwerk für Unternehmensverantwortung, die Initiative Lieferkettengesetz und die Kampagne für saubere Kleidung.
„Das erste Jahr Lieferkettengesetz hat gezeigt, dass es wirkt: Organisationen aus unserem Netzwerk reichten gemeinsam mit Betroffenen erste Beschwerden bei der Kontrollbehörde ein, aber auch Unternehmen zeigen deutlich, dass sie an ihren Lieferketten arbeiten und dem Thema mehr Beachtung schenken“, betonte Cora-Koordinatorin Heike Drillisch. Das Gesetz bringe wichtige Hebel für Veränderung mit sich, sagte Artemisa Ljarja von der Kampagne für saubere Kleidung: „Unternehmen sind nun verpflichtet, selber Beschwerdemechanismen einzurichten und auf dort eingehende Hinweise von Betroffenen zu reagieren.“ Das stärke deren Position.
