Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister hat sich für eine baldige Feuerpause im Nahost-Krieg zwischen Israel und den Terror-Milizen Hamas und Hisbollah ausgesprochen. „Was jetzt sofort passieren muss, ist eine Waffenruhe“, sagte Meister dem Evangelischen Pressedienst (epd). Dabei gehe es nicht darum, politisch für die eine oder andere Seite zu votieren und danach zu fragen, wer Verursacher und wer Verteidiger sei.
„Aus humanitären Gründen brauchen wir in Israel, in Gaza, im Libanon, im Westjordanland dringend eine Feuerpause, damit den Zivilisten in den Kriegsgebieten humanitäre Hilfe gewährt werden kann und Szenarien für einen längeren Waffenstillstand verhandelt werden können“, betonte der evangelische Theologe, der in Jerusalem studiert hat und enge Freunde in Israel wie im Libanon hat. „Und natürlich, um die Geiseln freizulassen.“
Bischof Meister: 7. Oktober das erste Pogrom an jüdischen Menschen nach der Schoah
Meister ist auch Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD). Er zeigte sich erschüttert über die Angriffe auf Israel durch die Hamas-Terroristen aus dem Gaza-Streifen und die Hisbollah-Miliz im Libanon. Beide hätten in ihren Gründungsurkunden als Ziel die Vernichtung des jüdischen Staates verankert.Das Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 sei das erste Pogrom an jüdischen Menschen nach der Schoah gewesen. „Es ist singulär in seiner destruktiven, menschenverachtenden Gewalt.“ Der Bischof betonte: „Die Schockerfahrung, dass der Staat Israel kein gesicherter Hort für jüdische Menschen mehr ist, ist ein Trauma, das so tief ins Bewusstsein Israels eingedrungen ist, wie wir es uns in Deutschland kaum vorstellen können.“Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
