Der Betroffenenrat der katholischen Nordbistümer hat die Beilegung des Streits zwischen dem Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer und Pfarrer Matthias Eggers aus Wolfenbüttel um die Missbrauchsaufarbeitung im Bistum begrüßt. Vor allem die Tatsache, dass der Pfarrer nun doch in seiner Gemeinde St. Petrus bleiben dürfe, bewerte die Betroffenenvertretung der Bistümer Hildesheim, Osnabrück und Hamburg positiv, heißt es in einer veröffentlichten Mitteilung. Wilmer hatte in einer gemeinsam mit Eggers verfassten Erklärung am Wochenende geschrieben, er nehme seine Bitte an Eggers zurück, die Gemeinde zu verlassen.
Beide hatten angekündigt, in weiteren Gesprächen auch mit den Gremien nach einer Lösung in dem Konflikt zu suchen. Ihr gemeinsames Ziel sei es, „die Aufarbeitung von Fällen sexualisierter Gewalt konsequent voranzutreiben und das Vertrauen der Gemeinde in Wolfenbüttel in diese Arbeit wiederherzustellen“. Zur Bekräftigung wollen Wilmer und Eggers am 9. Juni gemeinsam in Wolfenbüttel den Sonntagsgottesdienst feiern und sich im Anschluss mit den Gremien und Ministranten austauschen.
