Wie man sich im Netz für die Demokratie einsetzen kann

Millionen Bad Bots im deutschen Netz - viele haben das Gefühl, dass man dagegen kaum etwas tun kann. Doch manche Schritte helfen vor allem jungen Nutzerinnern und Nutzern: Zwei von ihnen berichten.

"Newsfluencer" Fabian Grischkat fordert junge Menschen auf, sich im Netz für die Demokratie stark zu machen. Es brauche viele Posts, um unter anderem sogenannten Bad Bots etwas entgegenzusetzen. Das sind sind automatisierte Programme, die Daten klauen, Serverüberlastungen provozieren und mit Nachrichten die politische Meinung zu lenken versuchen. Laut dem "Bad Bot Report" stammten in Deutschland 2023 über zwei Drittel des Datenverkehrs von solchen Bad Bots. Nur rund ein Viertel kam aus menschlicher Hand.

Auch für Publizistin Nina Poppel ist Einsatz für die Demokratie nicht nur Parteipolitik: "Sondern Politik kann auch sein, dass man einen bewussten Konsum hat." Entsprechend weitreichend könne man sich für die Demokratie einsetzen. Das bedeute auch, solche Themen in Büchern oder Theaterstücken aufzugreifen. "Vor allem durch Social Media ist es total leicht, sich zu engagieren" - sei es journalistisch oder aktivistisch.

Bei dieser Arbeit bleibe man immer eine einzelne Person in einer großen Gemeinschaft, räumte Poppel ein. Denn alleine eine große Veränderung zu bewirken, sei unrealistisch. Es gehe eher darum, als Gruppe etwas zu bewegen. "Das ist ja Demokratie, also die Macht der Mehrheit." Ihre Arbeit helfe ihr, sich angesichts der politischen Situation nicht ohnmächtig zu fühlen. Und das rät sie auch anderen: "Du musst Teil von etwas sein, Teil von gesellschaftlichem Leben."

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