Die Dauerausstellung des Weserrenaissance-Museums in Lemgo soll durch digitale Angebote erweitert werden. In einem Pilotprojekt würden die Einsatzmöglichkeiten von Extended Reality (XR) erprobt, teilten Museum und der kommunale Dienstleister Ostwestfalen-Lippe-IT am Mittwoch in Lemgo mit. Ziel sei die Implementierung der Technik, die die reale Welt mit virtuellen Elementen kombiniert, innerhalb dieses Jahres.
„Wir möchten unseren Besucherinnen und Besuchern durch den Einsatz moderner Technologien wie Augmented Reality einen zusätzlichen Mehrwert bieten“, sagte Museumsleiterin Silvia Herrmann. So könnten die Inhalte und Kunstschätze im Weserrenaissance-Museum Schloss Brake auf völlig neue Art und Weise erlebt werden.
Bisher sind XR-Produkte meist teure Einzelanfertigungen und müssen individuell in Auftrag gegeben werden, wie OWL-IT erklärte. Für kleinere, öffentliche Einrichtungen wie das Weserrenaissance-Museum im lippischen Lemgo sei das oft nur schwer finanzierbar. Im Pilotprojekt „Augmented-Reality-Kultur-Stationen“ (ARKuS) würden Prototypen für die Ausstellung entwickelt, die nach der Erprobungsphase weiter genutzt werden. Geplant sind demnach unter anderem XR-Stationen mit 3D-Objekten, Erklärtexte, Audio-Dateien sowie eine ARKuS-App, über die Museumsgäste ein Exponat mithilfe Künstlicher Intelligenz auf ihrem Smartphone im Detail betrachten können.
Mit Extended Reality (deutsch: erweiterte Realität) beschreibt man Wahrnehmungsformen, in denen die Realität um computergenerierte Elemente ergänzt wird. Es ist der Oberbegriff für die Technologien Augmented Reality (AR, „angereicherte Realität“), Mixed Reality (MR, „gemischte Realität“) und Virtual Reality (VR, „virtuelle Realität“).