Noch nie seit 1950 haben sich in einem Jahr so wenige Menschen das Ja-Wort gegeben: 2024 lag die Zahl der Eheschließungen auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Zeitreihe, wie das Statistische Bundesamt zum Welttag der Ehe am 8. Februar mitteilte. Vor zwei Jahren wurden in Deutschland 349.200 Ehen geschlossen. Davon entfielen 97 Prozent auf Paare unterschiedlichen Geschlechts und knapp 3 Prozent auf Paare gleichen Geschlechts.
Statistik zeigt: Immer weniger Menschen leben in einer Ehe
Jede zweite erwachsene Person in Deutschland ist nach Angaben der Statistiker verheiratet. Das entsprach 34,6 Millionen Menschen, die Ende 2024 in einer Ehe lebten – knapp 50 Prozent der Bevölkerung ab 18 Jahren. Die Zahl der Verheirateten geht seit Jahren zurück. 30 Jahre zuvor lebten noch rund 39,2 Millionen volljährige Menschen in einer Ehe, das waren 60 Prozent aller Erwachsenen.
Ehe und Partnerschaft im Wandel der Zeit
Im selben Zeitraum stieg die Zahl der volljährigen ledigen Menschen und ihr Anteil an der Bevölkerung ab 18 Jahren deutlich. Ende 2024 waren 23,1 Millionen Menschen ab 18 Jahren ledig, also nicht verheiratet, verwitwet oder geschieden. 1994 waren es gut 16 Millionen Volljährige. Der Anteil der Ledigen an der Bevölkerung ab 18 Jahren stieg binnen 30 Jahren von 24 Prozent auf gut 33 Prozent. Mehr als drei Viertel (79 Prozent) der 698.400 Menschen, die 2024 heirateten, gaben zum ersten Mal einem anderen ihr Ja-Wort, waren also zuvor weder geschieden noch verwitwet.
