Weniger Tampons, mehr Periodenunterwäsche – Trendwende deutet sich an

Hygieneprodukte sind ein alltäglicher Begleiter für Millionen von Frauen. Dieser Markt wird vielfältiger, setzt verstärkt auf Komfort oder nachhaltige Produkte. Das kommt vor allem bei Jüngeren offenbar gut an.

Jüngere Frauen greifen offenbar verstärkt zu sogenannten alternativen Menstruationsprodukten: Das zeigen Daten des Online-Marktforschungsunternehmens YouGov, die am Montag veröffentlicht wurden. Jede fünfte Menstruierende zwischen 18 und 34 Jahren hat demnach schon einmal Periodenunterwäsche genutzt (19 Prozent); in der Altersgruppe 55 plus sind es 6 Prozent. Auf eine Menstruationstasse haben nach eigenen Worten 15 Prozent der jüngsten Befragten bereits zurückgegriffen, unter den älteren ein Prozent.

Eine Mehrheit von 78 Prozent aller Befragten, die aktuell menstruieren oder schon einmal menstruiert haben, gab an, schon einmal Binden genutzt zu haben. Auf Platz zwei folgen Tampons (76 Prozent). Die Nutzung dieser bislang gängigen Menstruationsartikel sei unter Frauen zwischen 18 und 34 Jahren jedoch deutlich geringer, wie es hieß (Tampons: 66 vs. 80 Prozent der Frauen ab 55 Jahren). Auch bei Binden und Slipeinlagen gaben jüngere Frauen seltener an, diese schon einmal genutzt zu haben. Insgesamt eine kleine Rolle spielen derzeit offenbar Menstruationsschwamm oder -scheibe: Diese haben 5 Prozent beziehungsweise 2 Prozent der jüngeren Frauen schon einmal genutzt.

Jüngere Frauen trieben "den Wandel im Markt für Menstruationsprodukte" voran, erklärte Kathrin Schäfer, die Senior Research Executive bei dem Online-Marktforschungsunternehmen ist. Eine vielfältigere Auswahl sei offenbar gerade für die junge Zielgruppe attraktiv. So zeigten Daten aus dem YouGov Shopper Panel, dass der Umsatz von Binden, Tampons und Slipeinlagen insgesamt bei Damen-Hygieneprodukten am größten sei, der Tampon-Umsatz jedoch zurückgehe. Er sei zuletzt um 11 Prozent gesunken - und bei Periodenunterwäsche dagegen um 39 Prozent angestiegen.

Nach Angaben von YouGov handelt es sich um eine Eigenstudie, die auf Online-Interviews mit 2.134 weiblichen Personen beruht. Die Ergebnisse sind demnach repräsentativ für Frauen in Deutschland ab 18 Jahren.

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