Weltbank vergibt wegen Anti-Queer-Gesetz kein neues Geld an Uganda

Eines der weltweit schärfsten Gesetze gegen sexuelle Minderheiten hat sich Uganda gegeben – und muss jetzt mit den Konsequenzen leben. Von der Weltbank fließt kein Geld mehr.
Weltbank vergibt wegen Anti-Queer-Gesetz kein neues Geld an Uganda
Gegen das Anti-Queer-Gesetz in Uganda gab es weltweit Demonstrationen, hier in London
Imago / Avalon.red
Die Weltbank vergibt wegen des Anti-Homosexuellen-Gesetzes in Uganda vorerst keine öffentlichen Gelder mehr an das ostafrikanische Land. Die Finanzinstitution mit Sitz in Washington begründete die Entscheidung mit einem fundamentalen Verstoß gegen die eigenen Werte. Sexuelle und geschlechtliche Minderheiten müssten in den von der Weltbank finanzierten Projekten vor Ausschluss geschützt sein. Derzeit seien zusätzliche Maßnahmen zur Gewährleistung der Weltbankstandards in Uganda in der Diskussion, hieß es. Bis die Wirksamkeit dieser Maßnahmen überprüft sei, würden dem Verwaltungsrat keine neuen Finanzierungsvorschläge mehr unterbreitet.

Uganda: Haft für Homosexualität

In Uganda hat Präsident Yoweri Museveni eines der weltweit schärfsten Gesetze gegen sexuelle Minderheiten unterzeichnet. Es sieht unter anderem lange Haftstrafen und für „schwere Fälle von Homosexualität“ sogar die Todesstrafe vor. Zudem können Personen, die Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans-Menschen unterstützten, juristisch verfolgt werden. International wurde das Regelwerk scharf kritisiert.
Timo.TeggatzT
Ein Beitrag von:

Timo.Teggatz

Schrieb schon als Schüler für die Lokalzeitung über Kaninchenzüchter und mehr, während des Politik-Studiums in Kiel als rasender Sportreporter im Einsatz. Volontariat beim Schleswig-Holsteinischen-Zeitungsverlag, danach acht Jahre als Redakteur für eine Touristikzeitschrift in der Weltgeschichte unterwegs. Seit Juli 2014 bei der Evangelischen Zeitung – seit dem Start von evangelische-zeitung.de für online zuständig.

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