In Ecuador hat Präsident Daniel Noboa mit seinem Vorstoß zu einer Verfassungsreform eine herbe Niederlage erlitten. Bei einer Volksabstimmung lehnte eine Mehrheit der Wählerinnen und Wähler die von Noboa vorgeschlagenen Gesetzesreformen und die Ausrufung einer verfassungsgebenden Versammlung ab. Laut der nationalen Wahlbehörde stimmten zwischen 53 und 61 Prozent jeweils mit Nein auf die insgesamt vier Fragen.
Ecuador: Respekt vor Volkswillen prägt politische Entscheidung
Noboa erklärte auf der Internet-Plattform X, er werde den Willen des Volkes respektieren. Die Oppositionspolitikerin und ehemalige Präsidentschaftskandidatin Luisa González begrüßte auf X das Ergebnis und „dass unsere Rechte, die in der Verfassung von 2008 verankert sind, nicht angetastet werden“.Estos son los resultados. Consultamos a los ecuatorianos y ellos han hablado. Cumplimos con lo prometido: preguntarles directamente. Nosotros respetamos la voluntad del pueblo ecuatoriano.
Nuestro compromiso no cambia; se fortalece. Seguiremos luchando sin descanso por el país… — Daniel Noboa Azin (@DanielNoboaOk) November 17, 2025
Noboa hatte Mitte September eine neue Verfassung für das südamerikanische Land angekündigt und dafür zu einer Volksabstimmung aufgerufen. Neben der Frage über eine neue Verfassung sollte die Bevölkerung zudem über die Stationierung von US-Truppen, die Halbierung der Sitze im Parlament und die Aufhebung staatlicher Parteifinanzierung abstimmen. Die aktuelle Verfassung wurde 2008 unter dem damals regierenden linken Präsidenten Rafael Correa veröffentlicht, gab der indigenen Bevölkerung weitreichende Autonomie und erklärte das Land zum Sozialstaat.Como montuvia, festejo que no se tocan los derechos de nuestros pueblos y nacionalidades consagrados en la Constitución del 2008.#VencióLaPatria https://t.co/lf74PcmUAj
— Luisa González (@LuisaGonzalezEc) November 17, 2025
