Wissenschaft trifft Kultur: Ab Sonntag beschäftigt sich das Weltkulturerbe Völklinger Hütte mit Röntgenstrahlen und ihren kreativen Wechselwirkungen. Die Schau „X-RAY. Die Macht des Röntgenblicks“ präsentiert unter anderem Rauminstallationen, Gemälde, Comics, Mode, Satelliten, ein Pedoskop und zwei begehbare Labyrinthe, wie die Ausstellungsmacher am Donnerstag mitteilten. Bis zum 16. August 2026 sind demnach Objekte und Werke von 79 Menschen aus Wissenschaft und Kultur aus 27 Ländern zu sehen.
Am 8. November 1895 hatte Wilhelm Conrad Röntgen die sogenannten X-Strahlen entdeckt. Er verzichtete sogar auf ein Patent und stellte seine Erkenntnisse frei zur Verfügung. Innerhalb kürzester Zeit habe sich die Erfindung weltweit verbreitet, erklärte die Völklinger Hütte. „Röntgenstrahlen sind das greifbarste Ergebnis der Suche nach dem Unsichtbaren um 1900.“
Die Ausstellung in der Gebläse- und der Verdichterhalle umfasst den Angaben zufolge 6.000 Quadratmeter. Sie ist in 18 Kapitel unterteilt: Darin geht es sowohl um den geschichtlichen und physikalischen Hintergrund als auch um die Auswirkungen auf Politik, Medizin, Mode und Film. Künstlerinnen und Künstler hätten sich von Röntgenstrahlen sowie -bildern inspirieren lassen und unter anderem Originalbilder bearbeitet oder vergrößert als Vorlagen für Glasfenster verwendet, hieß es.
„Röntgenstrahlen durchdringen unsere Moderne und Gegenwart auf ganz besondere Art und Weise“, betonte Generaldirektor Ralf Beil. „Wir blicken buchstäblich auf sonst verborgene Tiefenschichten unserer selbst und unserer Umwelt - von den Molekülen und Kodierungen unserer Körper bis hin zu den entferntesten Galaxien des Weltraums.“