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Verbraucherschützer: Frankreich liefert Vorbild für “Deutschlandkorb”

Angesichts steigender Lebensmittelpreise empfiehlt das Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz (ZEV) in Kehl, beim geplanten „Deutschlandkorb“ nach französischem Vorbild vorzugehen. In Frankreich hatten Handelsketten auf Bitte der Regierung bereits 2022 definierte Warenkörbe mit Grundnahrungsmitteln zusammengestellt und die Produkte auf freiwilliger Basis besonders günstig angeboten. Das Modell habe Haushalte spürbar entlastet, teilte das ZEV am Mittwoch mit.

Die Verbraucherschützer verweisen zudem auf die französische Beobachtungsstelle „Observatoire de la formation des prix et des marges des produits alimentaires“, die Preisbildung und Gewinnspannen bei Lebensmitteln staatlich analysiert. Eine ähnliche Einrichtung in Deutschland könne mehr Transparenz schaffen und Politik, Wirtschaft und Verbraucher mit verlässlichen Daten zur Preisentwicklung versorgen, sagte ZEV-Vorstand Jakob Thevis. Der SPD-Vorschlag eines „Deutschlandkorbs“, mit dem Preise für bestimmte Grundnahrungsmittel begrenzt werden sollen, befindet sich noch in der Diskussion. (0227/28.01.2026)