US-Star Weaver über Gleichberechtigung und Eichhörnchen-Freunde

Dreimal schon war Sigourney Weaver für einen Oscar nominiert. Sie gehört zu den ganz Großen der Filmbranche. Sie verrät, wer ihre Vorbilder sind und was sie an einen einsamen Ort mitnehmen würde.

Hollywood-Star Sigourney Weaver, 75, hält die Filmbranche in Sachen Gleichberechtigung für weiter als die Realität. Schauspielerinnen hätten es heute leichter als früher, sagte Weaver in einem am Wochenende in der "Augsburger Allgemeinen" veröffentlichten Interview. "Es hat sich definitiv viel verbessert. Gerade für ältere Frauen wie mich hat sich das Angebot an Rollen enorm erweitert. Früher war man oft auf die 'furchtbare Schwiegermutter' reduziert - das war es dann. Heute sehen wir Frauen in Rollen, die früher ausschließlich Männern vorbehalten waren." Vielfach sei man im Film weiter als im echten Leben.

Weaver führte aus: "Es gibt mehr Gleichberechtigung und Respekt. Wir haben heute viel mehr Frauen als Regisseurinnen, Szenenbildnerinnen und generell in Filmcrews, und das ist so wichtig für die Gesundheit der Branche."

Auf die Frage, wer sie in ihrer Karriere inspiriert habe, antwortete die Schauspielerin: "Meine Mutter. Sie war immer meine größte Inspiration - sowohl in Bezug auf ihre Stärke als auch auf ihre Weisheit. Und als Schauspielerin habe ich Ingrid Bergman bewundert. Sie hatte diese unglaubliche Präsenz, kombiniert mit Verletzlichkeit und Eleganz. Das hat mich nachhaltig geprägt."

Zum Thema Altern ergänzte die bisher dreimal für einen Oscar nominierte Künstlerin: "Ich mag meinen Körper so, wie er jetzt ist. Früher habe ich immer eine Macke gefunden und hatte etwas auszusetzen. Jetzt habe ich endlich Kurven - ich gebe zu, dass diese mit dem Alter kamen, aber das macht mir nichts aus." Sie finde, oft werde unterschätzt, wie schön ältere Menschen sein könnten, so Weaver. "Es ist nicht nur das Äußere, sondern die Erfahrungen und die Stärke, die man im Laufe der Jahre gewinnt. Genau das macht für mich wahre Schönheit aus."

Danach gefragt, was er an einen einsamen Ort mitnähme, verriet der Star: "Wahrscheinlich würde ich Werke von Thomas Mann mitnehmen, klassische Literatur, die einen wirklich fesseln kann. Und Musik! Ich würde definitiv Musik einpacken und vielleicht sogar ein Instrument, um mich zu unterhalten. Man müsste wirklich kreativ sein, um so lange ohne Kontakt auszukommen. Und man müsste gut darin sein, allein zu sein - was ich ehrlich gesagt nicht so gut kann. Wahrscheinlich würde ich Freundschaft mit einem Eichhörnchen schließen."

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