Uni-Projekt soll Nachhaltigkeitsverständnis bei Kindern stärken

Ein Projekt der Universität Siegen befasst sich mit der Frage, wie Kindern ein umfassendes Nachhaltigkeitsverständnis vermittelt werden kann. Bei dem auf drei Jahre angelegten Vorhaben arbeiten Wissenschaftler aus den Fachrichtungen Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften zusammen, um sozialwissenschaftliche Komponenten im Sachunterricht zu stärken und deren Vermittlung zu unterstützen, wie die Hochschule am Donnerstag mitteilte. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt fördert das Projekt.

Themen wie der Klimawandel oder das Artensterben seien auch in deutschen Klassenzimmern und außerschulischen Lernorten längst angekommen, hieß es. Allerdings würden die Themen meist aus einer rein naturwissenschaftlichen Perspektive betrachtet, bei der soziale und politische Aspekte zu kurz kämen. Hier setze das Anfang April gestartete Projekt „Zur Vermittlung und Aneignung systemischer Nachhaltigkeitszusammenhänge zwischen sozial- und naturwissenschaftlichen Perspektiven in der Kindheit“ an.

„Wir möchten bereits vorhandene Ansätze, Praktiken und Materialien, die in Schulen und an außerschulischen Lernorten eingesetzt werden, hinsichtlich sozialwissenschaftlicher Perspektiven weiterentwickeln“, sagte Juniorprofessor Alexander Wohnig vom Arbeitsbereich Didaktik der Sozialwissenschaften. Gerade Grundschulkinder hätten „einen stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn“, betonte der Wissenschaftler. So könne man durchaus mit ihnen erörtern, wie etwa Klimaschutz sozial gerecht gestaltet werden könne. Die Einbeziehung der Sozialwissenschaften bei der Vermittlung des Themas sei wichtig, damit Kinder ein „multiperspektivisches Verständnis“ von Umwelt, Technik, Gesellschaft, Politik und Ökonomie entwickeln könnten.

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