UN-Delegation in Afghanistan für Frauen-Rechte

Die Taliban haben den Frauen in Afghanistan das Arbeiten weitgehend verboten. UN-Nothilfekoordinator Martin Griffiths ist mit einer Delegation in das Land gereist, um mit der Regierung zu sprechen.

Inzwischen verboten – Afghaninnen in einer Nuss-Fabrik in Kabul im Juli 2022
Inzwischen verboten – Afghaninnen in einer Nuss-Fabrik in Kabul im Juli 2022

Der UN-Nothilfekoordinator Martin Griffiths will mit den in Afghanistan herrschenden Taliban über eine Aufhebung des Arbeitsverbots für einheimische Frauen in humanitären Organisationen reden. Griffiths und eine Delegation hielten sich in dem krisengeschüttelten Land am Hindukusch für die Gespräche auf, teilte ein Sprecher des UN-Büros zur Koordinierung humanitärer Angelegenheiten am Dienstag in Genf mit.

Katastrophale humanitäre Lage

Der Besuch finde einen Monat nach Erlass des Verbots statt. Wegen der Anordnung seien einige humanitäre Programme auf Eis gelegt worden. Die UN befürchteten, dass sich die katastrophale humanitäre Lage in Afghanistan weiter verschlechtert. In dem Land benötigen rund 28 Millionen Menschen humanitäre Hilfe, das entspreche einem Anstieg von 350 Prozent in fünf Jahren.

Die radikalislamischen Taliban hatten 2021 erneut die Macht in Afghanistan an sich gerissen. Schrittweise zwingen sie seitdem der Bevölkerung eine äußerst rigide und brutale Form des Islam auf, unter der besonders der weibliche Tel der Bevölkerung leidet.