UN: 86 Millionen Menschen auf der Flucht von Klimawandel bedroht

Millionen Menschen sind nach Angaben der Vereinten Nationen einer doppelten Bedrohung durch Kriege und Klimawandel ausgesetzt. Für viele Menschen auf der Flucht gebe es kein Entkommen aus diesem Gefahrenmix, erklärte das Flüchtlingshilfswerk am Montag in Genf. Anlässlich der beginnenden Weltklimakonferenz im brasilianischen Belém wies das UNHCR darauf hin, dass 86 Millionen Menschen in diesem Jahr auf der Flucht unter extremen Klimasituationen wie Dürre oder Hitzewellen gelitten hätten. Insgesamt seien im laufenden Jahr 117 Millionen Menschen auf der Flucht.

Somit leben drei von vier Flüchtlingen und anderen Vertriebenen in Ländern, die besonders anfällig für klimabedingte Gefahren sind. Viele der weltweit größten Flüchtlingssiedlungen befinden sich laut UNHCR in Gebieten, in denen die Wetterbedingungen rau und gefährlich sind.

Mark Ankerstein, Direktor der UNO-Flüchtlingshilfe in Bonn, betonte: „Wir müssen diese meist ärmeren Länder, die kaum Möglichkeiten haben, die Menschen vor den Folgen von Extremwetter zu schützen, dringend stärker unterstützen.“

Nach Angaben des UNHCR verschärfen Überschwemmungen, Stürme und andere extreme Wetterereignisse sowie langsame Veränderungen wie der Anstieg des Meeresspiegels und die Wüstenbildung die Krisensituationen. Dies führe zu gewaltsamen Vertreibungen. Die UNO-Flüchtlingshilfe in Bonn ist die deutsche Partnerorganisation des UNHCR.

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