Die in NRW ausgestoßenen Treibhausgas-Emissionen sind gesunken. 2024 seien 179 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente ausgestoßen worden, erklärte das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima (Lanuk) NRW am Dienstag in Essen aus Basis vorläufiger Berechnungen. Die Emissionen seien im Vergleich zu 2023 um 4,7 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Jahr 1990 hätten sie sich sogar halbiert (51 Prozent weniger).
In der Energiewirtschaft werden am meisten Treibhausgase freigesetzt: Auf den Bereich entfielen dem Landesamt zufolge 2024 voraussichtlich 64,9 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Das seien zehn Prozent weniger als im Vorjahr. Das Umweltbundesamt führe diesen Rückgang vor allem darauf zurück, dass für Strom und Wärme weniger emissionsintensive fossile Rohstoffe wie Stein- und Braunkohlen genutzt werden, hieß es.
Die Einheit der CO2-Äquivalente wird genutzt, um die Klimawirkung verschiedener Treibhausgase vergleichbar zu machen. So haben etwa Methan oder Lachgas deutlich mehr Erderwärmungspotenzial als CO2.
An zweiter Stelle folgt der Bereich Industrie. Der Ausstoß sei hier nahezu konstant geblieben, erklärte das Landesamt. Die Emissionen lägen 2024 voraussichtlich bei rund 50,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten und damit 1,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Auch im Verkehrssektor zeige sich nur ein kleiner Emissionsrückgang von 1,4 Prozent auf voraussichtlich 31,3 Millionen Tonnen. Während im Straßenverkehr weniger Treibhausgase ausgestoßen worden seien (minus 1,4 Prozent), zeige sich im Bereich des Flugverkehrs hingegen ein leichtes Plus (ein Prozent).
Den vierten großen Posten verursachten private Haushalte und Kleinverbraucher. Hier seien im vergangenen Jahr voraussichtlich 21,8 Millionen Tonnen ausgestoßen worden und damit 2,3 Prozent weniger als im Vorjahr. In der Landwirtschaft fielen zudem 6,6 Millionen Tonnen an CO2-Äquivalenten an, ein Minus von 1,3 Prozent. Die weiteren Bereiche Abfall, flüchtige Emissionen aus Brennstoffen und Produktanwendungen kamen zusammen auf 3,9 Millionen Tonnen.