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Theologe Seewald wechselt von Münster nach München

Der Theologe Michael Seewald (38) wechselt an die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. Bereits zum Sommersemester bekomme er einen eigenen Lehrstuhl für Dogmatik an der Katholisch-Theologischen Fakultät, teilte die LMU am Mittwoch mit. Seewald ist derzeit Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Universität Münster. An der LMU absolvierte er von 2009 bis 2011 bereits sein Promotionsstudium. 2015 habilitierte er ebenfalls an der Münchner Uni für das Fach Dogmatik und Ökumenische Theologie.

2016 übernahm er den Lehrstuhl für Dogmatik und Dogmengeschichte (W3) an der Universität Münster, den er seitdem innehat. Mit 29 Jahren war er damit deutschlandweit einer der jüngsten Professoren in einer geisteswissenschaftlichen Disziplin. „Die LMU bietet ein exzellentes Forschungsumfeld, in das ich mich hochmotiviert einbringen werde“, sagte Seewald über seine Rückkehr nach München. Er freue sich, gemeinsam mit den Studierenden über Fragen des christlichen Glaubens, seiner Entwicklung und seiner Gegenwartsbedeutung nachzudenken.

Seewald forscht laut LMU-Angaben unter anderem zu Theorien dogmatischer Entwicklung und Reformdebatten in der katholischen Kirche. Seine Bücher wurden in zehn Sprachen übersetzt. Das von ihm verfasste „Dogma im Wandel“ gilt als ein Standardwerk der Dogmengeschichte. Seewalds Forschungen wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Karl Rahner-Preis für theologische Forschung und dem Heinz Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. 2025 erhielt er den wichtigsten deutschen Wissenschaftspreis, den mit 2,5 Millionen Euro dotierten Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis.