Im Straßenbild sind sie nun öfter zu sehen: Autos der Marke Tesla, an deren Rückseite ein Aufkleber mit dem Schriftzug "I bought this before Elon went crazy" (zu Deutsch: Ich kaufte es, bevor Elon verrückt wurde") prangt. Schämen sich Autofahrer mittlerweile, einen Tesla zu fahren? "Die Tesla-Fahrer wollen auf der richtigen Seite der Geschichte stehen", sagt Diplom-Psychologe Johannes Dorn, Mitglied der Geschäftsführung beim Kölner Marktforschungsunternehmen Rheingold Institut, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Der Aufkleber an Teslas sei wie eine Entschuldung für den Kauf des Autos, ähnlich einer Beichte in der Kirche.
Erste Tesla-Fahrer in den USA verkaufen ihre Fahrzeuge
"Denn alles, wofür sie einen Tesla gekauft haben, funktioniert jetzt nicht mehr", sagt Dorn. Eigentlich müssten Tesla-Fahrer ihren Wagen verkaufen, so Dorn. Allerdings seien sie inzwischen an die Technik und den Komfort ihrer Fahrzeugs gewöhnt. Deswegen seien die Aufkleber die "erste Phase und der Versuch, um das Ganze noch zu halten", glaubt der Psychologe. In Amerika verkaufen Medienberichten zufolge die ersten Tesla-Fahrer ihre Autos bereits. Medienwirksam tat das vor Wochen schon US-Rocksängerin Sheryl Crow, die sich mit einem "So long Tesla" von ihrem Elektroauto verabschiedete und bei Instagram schrieb: "Irgendwann kommt die Zeit, in der man sich entscheiden muss, mit wem man sich zusammentun will."Hierzulande ist der Gebrauchtwagenmarkt bislang stabil. Bei der Online-Plattform Autoscout24 - nach eigenen Angaben der europaweit größte Online-Automarkt - bleibt das Tesla Model 3 weiterhin das beliebteste gebrauchte Elektroauto Deutschlands, so wie schon im gesamten vergangenen Jahr. Im Neugeschäft allerdings verliert Tesla zurzeit massiv Marktanteile. So sind die Tesla-Verkäufe in den ersten zwei Monaten des Jahres innerhalb der EU nach Auswertung des europäischen Automobilherstellerverband um die Hälfte zurückgegangen - auf etwas mehr als 19.000 verkaufte Autos.Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
