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“Tagesschau” bleibt meistgesehene Nachrichtensendung

Alte Schule schlägt neue Formate: Fast 10 Millionen Menschen sahen 2025 täglich die “Tagesschau”. Damit hat die Sendung ihre Reichweite erneut gesteigert – in Zeiten von Social Media.

Die “Tagesschau” hat ihre Spitzenposition im deutschen Fernsehen nach eigenen Angaben weiter ausgebaut. Die Hauptausgabe um 20.00 Uhr erreichte 2025 im Jahresdurchschnitt rund 9,6 Millionen Zuschauer und kam damit auf einen Marktanteil von 42,7 Prozent. Das sei der höchste Wert seit Beginn der modernen Quotenmessung 1991, teilte der Norddeutsche Rundfunk, der die Sendung für die ARD produziert, am Freitag mit.

Damit blieb die “Tagesschau” mit großem Abstand die reichweitenstärkste Nachrichtensendung im deutschen Fernsehen. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen lag sie vorn: In dieser Altersgruppe sahen im Schnitt 1,347 Millionen Menschen zu, was einem Marktanteil von 33,1 Prozent entspricht. In den ostdeutschen Bundesländern steigerte die Sendung ihren Marktanteil gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Prozentpunkte auf 34,3 Prozent.

Die ARD-Sendung liegt damit deutlich vor den anderen Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen. Die ZDF-Sendung “Heute” erreichte knapp 3,5 Millionen Zuschauer (19,6 Prozent), “RTL aktuell” kam auf gut 2,4 Millionen (14,6 Prozent). Weit abgeschlagen liegen “Sat.1 Newstime” mit rund 0,7 Millionen sowie “Pro7 Newstime” mit 0,3 Millionen Zuschauern.

Auch am späten Abend legten die ARD-Nachrichten zu: Die “Tagesthemen” erzielten mit einem Marktanteil von 12,4 Prozent laut NDR den besten Wert seit 2001.

Die Angaben beziehen sich auf lineare Einschaltquoten im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2025. Abrufe über Mediatheken, Webseiten, Apps und soziale Netzwerke sind darin nicht enthalten.

Neben dem linearen Fernsehen verzeichnete die “Tagesschau” auch digital neue Höchststände. Die Angebote von tagesschau.de und der App wurden 2025 täglich durchschnittlich 6,8 Millionen Mal besucht, ein Plus von 13 Prozent. Auf den Social-Media-Plattformen wuchsen die Followerzahlen insgesamt um 12 Prozent.