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Synode fordert mehr Einsatz bei Missbrauchsaufarbeitung

Der Theologische Ausschuss der württembergischen Landessynode hat zum Abschluss seiner Amtszeit mehr Einsatz bei der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt und bei Strukturreformen in der Landeskirche gefordert. Ausschussvorsitzender Hellger Koepff sagte am Samstag vor dem in Stuttgart tagenden Kirchenparlament, die theologischen Fragen rund um Missbrauch reichten „an den Kern von Glauben und Theologie“. Arbeitsgruppen zu traumasensiblen Gottesdiensten und geistlichem Missbrauch müssten daher weiterarbeiten.

Zugleich drängte der Ausschuss auf neue Konzepte für den Pfarrberuf und die kirchliche Ausbildung. Gesunde Arbeitsbedingungen, flexible Leitungsstrukturen und qualifizierte Seelsorge seien Voraussetzungen dafür, dass Pfarrerinnen und Pfarrer „gut und gerne arbeiten können“, so Koepff. Neben der Missbrauchsaufarbeitung hob er die Zukunft der Kirchenmusik als zentrales Thema hervor. Die im Etat verbleibenden Mittel von 80.000 Euro müssten dauerhaft gesichert werden. (2127/25.10.2025)