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Synodaler Weg

2019 haben die katholische Deutsche Bischofskonferenz und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken als größte katholische Laienorganisation den Reformdialog Synodaler Weg vereinbart, um die Vertrauenskrise infolge des Missbrauchsskandals zu bewältigen. Zwischen 2020 und 2023 wurden auf fünf Synodalversammlungen 15 Texte mit Reformvorschlägen verabschiedet.

Die Texte beinhalten Vorschläge, die die Macht von Klerikern begrenzen sollen – etwa für eine stärkere Beteiligung von Gläubigen an Bischofswahlen und ein neues synodales Gremium für Deutschland, in dem Bischöfe und Laien gemeinsam beraten und Beschlüsse fassen. Auch im Gemeindeleben sollen Veränderungen sichtbar sein: So wurden Segensfeiern für gleichgeschlechtliche Paare angeregt. Zudem sollen auch nicht geweihte Personen, wie Frauen, in katholischen Messen predigen dürfen.

Fünf Synodalversammlungen fanden in Frankfurt am Main statt, die sechste und letzte tagt vom 29. bis 31. Januar in Stuttgart. Dort sollen alle Beschlüsse evaluiert werden. Die Synodalversammlung ist das oberste Organ des Synodalen Weges. Ihr gehören deutsche Bischöfe, 69 Vertreter des Zentralkomitees sowie weitere Delegierte aus Ordensgemeinschaften und Verbänden an. Derzeit hat das Gremium 214 Mitglieder.