Der Manheimer Erbwald, auch bekannt als Sündenwäldchen, ist geräumt. Wie die Polizei am Mittwochmorgen mitteilte, waren am Vortag zahlreiche Einsatzkräfte für die Räumung des Waldstücks bei Manheim in Kerpen im Einsatz. Insgesamt seien am Dienstag 18 Demonstranten, die sich in den Bäumen aufhielten, aus dem Wald geführt worden. Dabei seien 15 von ihnen in Gewahrsam genommen worden. Gegen einige wurden Strafanzeigen wegen des Verdachts des Hausfriedensbruchs, der versuchten gefährlichen Körperverletzung sowie des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte gefertigt.
Genauere Angaben zu den Vorfällen wollte die Polizei aufgrund laufender Ermittlungen nicht machen. Weitere Anzeigen könnten nachträglich eingehen beziehungsweise Delikte im Zuge der Ermittlungen anders eingeordnet werden, hieß es. Eine abschließende Bewertung sei erst später möglich. Mit der Räumung des besetzten Waldstücks am Manheimer Erbwald sei das Vollzugshilfeersuchen der Stadt Kerpen umgesetzt worden. Grundlage war eine Verfügung der Stadt, in der ein Betretungsverbot für das Waldstück angeordnet wurde.
Wie ein Polizeisprecher dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Mittwoch bestätigte, ist das Waldstück bereits gerodet. Die Bäume auf dem Betriebsgelände des Energiekonzerns RWE seien im Anschluss an die polizeiliche Räumung am Dienstag durch das Energieunternehmen gefällt worden.