Ein Forschungsverbund der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) und der Technischen Universität Darmstadt (TU Darmstadt) will über „Antisemitismus an Hochschulen in Hessen aus jüdischen und nicht-jüdischen Perspektiven“ arbeiten. Mithilfe der Studie solle bis Ende 2028 eine empirische Datengrundlage geschaffen werden, um die Verbreitung von Antisemitismus und Gegenmaßnahmen zu analysieren, teilten die UAS und die TU am Montag in Frankfurt am Main mit. Antisemitische Vorfälle hatten auch an hessischen Hochschulen seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 zugenommen.
Eine systematische Erhebung über das Ausmaß sowie Gegenstrategien zu Antisemitismus an hessischen Hochschulen liegt der Mitteilung zufolge bislang nur begrenzt vor. Der besondere Fokus der neuen Studie solle auf dem Einbezug der jüdischen Perspektive liegen. „Um dem Antisemitismus an den Hochschulen effektiv begegnen zu können, benötigen wir ein genaues Bild der Mechanismen, Dynamiken und Wirkungen“, sagte Julia Bernstein, Professorin mit dem Schwerpunkt Diskriminierung und Inklusion in der Einwanderungsgesellschaft an der UAS und Sprecherin des Forschungsverbundes.