Zwischen den Positionen der AfD und der katholischen Kirche gibt es nach einer Studie noch größere Differenzen als vor einigen Jahren. "Die Erkenntnis ist nicht neu, dass die AfD-Programmatik und christliche verstandene Politik nicht kompatibel sind", sagte der Sozialethiker und Co-Autor der Studie, Alexander Filipovic. Die AfD habe sich nun aber noch weiter von den Positionen der Kirche wegbewegt. So sei das Völkisch-Nationalistische in der Partei stärker geworden und der Populismus deutlicher. Die katholische Position sei hingegen relativ stabil geblieben.
Laut der vom Institut für Christliche Sozialwissenschaften der Universität Münster veröffentlichten Untersuchung gibt es vor allem in Bezug auf Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit große Unterschiede. Die Autoren betonen, dass eine klare Abgrenzung gegenüber populistischen und menschenverachtenden Tendenzen wichtig sei und rufen dazu auf, sich an christlichen Werten orientiert gesellschaftspolitisch einzubringen.
