Stress und Regeneration

Stress hat evolutionär bedingt eine wichtige Aufgabe: „Das Stresssystem hilft, den Körper hochzufahren, um sich in Gefahrensituationen behaupten und wehren zu können“, sagt die Psychologie-Professorin Carmen Binnewies von der Universität Münster. Deshalb werde Stress vom Körper immer mit Gefahr assoziiert. „Es ist wie ein Aufputschsystem. Der Körper muss sich davon wieder regenerieren.“ Bei mangelnder Erholung […]

Stress hat evolutionär bedingt eine wichtige Aufgabe: „Das Stresssystem hilft, den Körper hochzufahren, um sich in Gefahrensituationen behaupten und wehren zu können“, sagt die Psychologie-Professorin Carmen Binnewies von der Universität Münster. Deshalb werde Stress vom Körper immer mit Gefahr assoziiert. „Es ist wie ein Aufputschsystem. Der Körper muss sich davon wieder regenerieren.“

Bei mangelnder Erholung könne der Stress negative körperliche Folgen haben, warnt die Wissenschaftlerin. „Das ganze Immunsystem leidet darunter, wenn wir im Dauerstress sind.“ Die Auswirkungen zeigen sich vor allem im Herz-Kreislauf-System. Menschen unter Dauerstress haben ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Außerdem kann Binnewies zufolge Erschöpfung die Folge sein. „Wenn man eigentlich gut geschlafen hat und morgens doch erschöpft aus dem Bett steigt, dann ist der Energietank schon so leer, dass er nicht so schnell wieder aufzufüllen ist.“

Wenn der Feierabend oder das Wochenende nicht mehr für die Regeneration reichen, müsse man Wege suchen, um den Stress zu reduzieren, rät die Professorin. „Das sind manchmal harte und schmerzhafte Entscheidungen, auch finanziell.“ Manchmal könnten aber bereits kleine Änderungen helfen, wie etwa die Kinderbetreuung anders zu organisieren.

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