Straße der Menschenrechte in Nürnberg wird 30 Jahre alt

Die Stadt Nürnberg begeht in diesem Jahr das 30-jährige Bestehen ihrer Straße für die Menschenrechte. Am 24. Oktober 1993 sei das Bauwerk zwischen der Stadtmauer und dem Kornmarkt eingeweiht worden, erinnerte die Stadt am Dienstag in einer Mitteilung. Zum Jubiläum und zum 75. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte werde am 10. Dezember in der Straße eine Lichtinstallation gezeigt, die zu einer aktiven Auseinandersetzung mit den Menschenrechten einlade, hieß es. Bei einer Podiumsveranstaltung sollen Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft den heutigen Umgang mit den Menschenrechten bewerten.

1988 hatte sich eine Jury im Zuge der Erweiterung des Germanischen Nationalmuseums für das Konzept des israelischen Künstlers Dani Karavan (1930-2021) zur künstlerischen Ausgestaltung entschieden. Seine „Straße der Menschenrechte“ besteht aus 27 weißen Säulen, die acht Meter hoch sind, zwei Bodenplatten, einer Säuleneiche und einem Torbogen.

Dani Karavan habe mit dem Kunstwerk nicht nur das Bild Nürnbergs verändert, sondern auch das Bewusstsein der Stadt für ihre Verpflichtung gegenüber der Vergangenheit geschärft, heißt es in der Mitteilung. Das Leitbild des Friedens und der Menschenrechte habe sich seither an vielen Stellen in der Stadt etabliert. Das zeigten der Internationale Nürnberger Menschenrechtspreis, der seit 1995 vergeben wird, die Friedenstafel, das Internationale Nürnberger Filmfestival der Menschenrechte oder die Verleihung des Deutschen Menschenrechtsfilmpreises. (00/3474/24.10.2023)