Die SPD-Bundestagsabgeordnete Leni Breymaier begrüßt den Beschluss der Unionsfraktion für ein Sexkaufverbot. Breymaier, die sich seit Jahren für die Einführung des „Nordischen Modells“ in Deutschland einsetzt, sagte dem Evangelischen Pressedienst (epd): „Bisher gibt es keine einzige Fraktion oder Partei, die das 'Nordische Modell' - also Sexkaufverbot, Entkriminalisierung der Frauen, Freier-Bestrafung, Aufklärung und Ausstiegshilfen - gefordert hat. Dass eine große Partei wie die Union das jetzt tut, ist wirklich ein riesiger Schritt in die richtige Richtung“, sagte Breymaier.
Das „Nordische Modell“ ist benannt nach der Einführung eines Sexkaufverbots in Schweden 1999 und zehn Jahre später in Norwegen. Danach werden Freier bestraft, nicht aber Prostituierte. Im Idealfall werden zudem Ausstiegshilfen und Beratungsangebote ausgebaut. Bis 2018 haben sechs weitere Länder ein Sexkaufverbot eingeführt, darunter Israel und Frankreich. Breymaier wies darauf hin, dass zudem das Europäische Parlament den Mitgliedsländern die Einführung des „Nordischen Modells“ empfohlen hat.
