Spaenle fordert Solidarität mit israelischen Kunstschaffenden

Der Antisemitismusbeauftragte der bayerischen Staatsregierung, Ludwig Spaenle, hat seine Teilnahme an der Versammlung „München ist bunt“ sowie am Konzert des Israel Philharmonic Orchestra (beide am 11. November) angekündigt. Es gehe um ein Zeichen der Solidarität mit Menschen in Israel sowie Jüdinnen und Juden in Deutschland, teilte sein Sprecher am Freitag mit. Der Antisemitismusbeauftragte kritisiere, dass israelische Kunstschaffende „von propalästinensischen Gruppen in Sippenhaft“ genommen würden.

Propalästinensische Gruppen kündigten eine Demonstration gegen das Konzert an. So würden kulturelle Einrichtungen aus Israel angegangen, als wären diese „offizielle Sprachorgane der Regierung Netanjahu“, sagte Spaenle. Kritik am Handeln von Staatsregierungen sei möglich, „dies gilt auch für die Regierung Netanjahus“. Aber israelische Kultureinrichtungen mit dieser gleichzusetzen und deren Auftritte verhindern zu wollen, sei ein „nicht hinnehmbarer Eingriff in die Kunstfreiheit“.

Das Israel Philharmonic Orchestra unter Leitung des Dirigenten Lahav Schani konzertiert zusammen mit dem Pianisten Igor Levit in der Münchner Philharmonie. Levit engagiert sich nachhaltig gegen Antisemitismus in Deutschland. Das Israel Philharmonic Orchestra besteht seit 1936 und spielte schon bei der Erklärung der Unabhängigkeit 1948 die Nationalhymne. (3481/07.11.2025)

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