Sonderausstellung “Olaf Metzel: Deutschstunde” in Weimar

Im Schloss Belvedere und im Liszt-Haus ist ab morgen die Sonderausstellung "Olaf Metzel: Deutschstunde" zu sehen. Das titelgebende Werk hat der Bildhauer extra für Weimar geschaffen.

Kaum ein Künstler hat sich so intensiv mit der deutschen Geschichte auseinandergesetzt wie der Bildhauer und Objektkünstler Olaf Metzel. Ab Freitag kann man die Sonderausstellung "Olaf Metzel: Deutschstunde" im Schloss Belvedere und im Liszt-Haus sehen. "Wir freuen uns, auf die Begegnung mit einem der interessantesten deutschen Bildhauer und die Auseinandersetzung mit seinem kritischen 'Erinnerungswerk'", sagte die Direktorin der Museen der Klassik Stiftung Weimar, Annette Ludwig, am Donnerstag. Metzels Werk in diesen zwei Weimarer Architekturen zu erleben, biete nicht nur neue Zugänge, sondern verbinde Kunst und 'Schöne Aussicht' auf das Eindrucksvollste.

Die Sonderausstellung geht bis zum 1. November 2024.

Im Erdgeschoss des Liszt-Hauses wird in das plastische Werk von Olaf Metzel eingeführt. Die dort gezeigten Zeichnungen, Skizzen und Entwurfsmodelle ermöglichen einen Einblick in den Schaffensprozess des Bildhauers. Im Obergeschoss des Rokoko-Schlosses werden die vertrauten Sehgewohnheiten der Besuchenden durch Metzels Skulpturen und Installationen gebrochen. Zu sehen sind unter anderem die eigens für Weimar geschaffenen Arbeiten Heimatkunde (2024) und die titelgebende Deutschstunde (2024).

Olaf Metzel wurde 1952 in Berlin geboren. Seine Werke sind in bedeutenden nationalen und internationalen Museen und Sammlungen sowie in öffentlichen Räumen Europas und Asiens vertreten. So bestritt er Einzelausstellungen im In- und Ausland und nahm an der documenta 8 (1987), der Istanbul-Biennale (1991, 1995 und 2017) und an der Säo Paulo-Biennale (2002) teil. Sein Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

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