Die Fachberatungsstelle Solwodi in Aachen zeigt vom 2. bis 20. Februar die Ausstellung „Breaking Blades“ der Fotografin Antje Pohsegger in der Ökumenischen Citykirche St. Nikolaus. Die Künstlerin setze sich in ihren Bildern mit dem Thema der Genitalbeschneidung von Frauen auseinander, kündigte Solwodi am Donnerstag in Aachen an. Im Mittelpunkt stünden persönliche Geschichten von in Deutschland lebenden Betroffenen. Mit der Ausstellung zu ihrem 15-jährigen Bestehen wolle die Beratungsstelle für Opfer von Menschenhandel auch ein öffentliches Zeichen gegen geschlechtsspezifische Gewalt setzen.
Die Verletzung und Verstümmelung der weiblichen Genitalien stelle einen schweren Eingriff in die körperliche und seelische Unversehrtheit der Betroffenen dar und könne mit akuten und langfristigen gesundheitlichen Folgen einhergehen, erklärte Maria Jordan, Leiterin der Fachberatungsstelle. In Deutschland lebten über 66.000 betroffene Frauen und Mädchen, mehrere Tausend Minderjährige gälten als gefährdet.