So wird Weihnachten umweltfreundlich

Öko-Siegel für den Baum und keine Beleuchtung mit Batterien: Naturschützer haben einige Tipps für ökologische Feiertage.

Dieser Adventsschmuck läuft hoffentlich ohne Batterie
Dieser Adventsschmuck läuft hoffentlich ohne Batterieimago images/MiS

Berlin. Auch an den Feiertagen ist vielen Menschen der Schutz der Umwelt ein Anliegen. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) hat einige Tipps veröffentlicht, wie Weihnachten umweltfreundlich gestaltet werden kann. Dazu zählen etwa Ökobäume, nachhaltiger Fisch und Lichterketten ohne Batterie.

So rät der Nabu, auf Siegel für ökologisch angebaute Weihnachtsbäume zu achten: etwa das FSC-, Naturland oder Bioland-Siegel. Regionale Forstbetriebe ließen zudem einige ihrer Fichten, Kiefern oder Tannen auf sogenannten Sonderflächen wachsen, unter Strom- oder Leitungstrassen. Diese Bäume seien eine gute Alternative zu Plantagen, auf denen häufig zu stark gespritzt und gedüngt werde. Auch ein kurzer Transportweg spreche für den Kauf bei einem regionalen Anbieter.

Lichterketten mit Stecker

Von Beleuchtung mit Batteriebetrieb rät der Nabu ab. „Die LED-Technik macht den Batteriebetrieb überhaupt erst möglich, da sie weniger Strom benötigt. So sorgt die stromsparende Neuerung leider für noch mehr Batterie-Abfall“, erklärte die Nachhaltigkeitsexpertin der Organisation, Indra Enterlein. Umweltfreundlicher seien Lichterketten mit Stecker oder solche, die mit wiederaufladbaren Akkus genutzt werden könnten.

Was auf den Tisch kommen sollte

Wer sich beim Festmahl traditionell Fisch schmecken lässt, den verweist der Nabu auf die Liste „Guter Fisch“, die gemeinsam mit Forschungseinrichtungen, anderen Umweltorganisationen und den Verbraucherzentralen erstellt wurde. Sie umfasse derzeit zwölf Arten, deren Verzehr ökologisch vertretbar sei – darunter die Ostsee-Flunder, der Keta-Lachs, die Makrele sowie mehrere Herings- und Thunfischarten.

Eine originelle Geschenkidee gibt es ebenfalls: eine Patenschaft. Sie eigne sich „nicht nur für Menschen, die sowieso schon alles haben“, hieß es. Der Nabu bietet unterschiedliche Patenschaften an, etwa für Zugvögel und Wölfe in Deutschland, für Schneeleoparden, die Natur an der Unteren Havel oder im Kaukasus. (KNA)