Sicherheitsberater: Keine Freilassung von Geiseln vor Freitag

Der zwischen der islamistischen Hamas und Israel vereinbarte Austausch von Geiseln und Gefangenen sowie die damit verbundene Waffenruhe im Gazastreifen verzögern sich offenbar. "Der Beginn der Freilassung wird gemäß der ursprünglichen Vereinbarung zwischen den Seiten erfolgen, jedoch nicht vor Freitag", erklärte der nationale Sicherheitsberater von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, Tzachi Hanegbi, laut Regierungspressebüro am Mittwochabend. Die Gespräche über die Freilassung würden fortgesetzt.

Ähnlich hatte sich am Mittwochabend auch der Sprecher der israelischen Armee, Daniel Hagari, vor der Presse geäußert. Die Vorbereitungen zur Umsetzung der Einigung sei "ein komplizierter Prozess, der noch nicht abgeschlossen ist". Dies könne Zeit in Anspruch nehmen. Der Krieg Israels gegen die Hamas werde fortgesetzt, bis ein Abkommen zur Waffenruhe in Kraft trete.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu machte am Mittwochabend bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Verteidigungsminister Joav Gallant und dem Minister im Kriegskabinett, Benny Gantz, klar, dass der Krieg weitergehe, bis alle israelischen Ziele erreicht seien: "Alle Geiseln zurückzubringen, die Hamas zu eliminieren und sicherzustellen, dass am Tag nach der Hamas" der Gazastreifen keine Bedrohung mehr für Israel darstellen werde, so Netanjahu.

Israelische Medien hatten am Mittwoch zunächst berichtet, die geplante Waffenruhe werde am Donnerstag um 10 Uhr (9 Uhr MEZ) in Kraft treten und es werde mit dem Austausch von israelischen Geiseln gegen palästinensische Gefangene begonnen.

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