Schlag ins Gesicht

UK 40/2018, Banken (Seite 5: „Möglichst schnell möglichst viel“) und UK 40/2018, Flüchtlinge (Seite 15: „Mit über Bord gegangen“)
In einer durchaus verwirrenden Welt scheint das Paulus-Wort „Prüft  aber alles und das Gute behaltet. Meidet das Böse in jeder Gestalt“ (1. Thessalonicher 5, 21/22) trotz seines positiv-apllellativen Charakters zuweilen zu abgegriffen und nicht zwangsläufig sinnstiftend zu sein. Bei der Beurteilung zweier Tatsachen, die in UK 40 nachzulesen waren, erweist sich der Paulus-Satz als hilfreiches Reflexionsinstrument:
1) Die Bankenrettung während der Finanzkrise hat die deutschen Steuerzahler über 50 Milliarden Euro gekostet. Das sind keine peanuts (wörtlich: Erdnüsse, im übertragenen Sinn: Kleinigkeiten; Anm. d. Red.), das ist angesichts der wachsenden Armut im Land ein höhnischer Schlag ins Gesicht von Otto Normalverbraucher.
2.) Seenotretter, die Flüchtlinge bergen, werden von eher obskuren Experten angefeindet und mit kriminellen Schleppern in einen Topf geworfen. Diese menschenverachtende Haltung so genannter Grenzschützer lässt einem die Zornesröte ins Gesicht steigen.

Michael Hof, Bad Berleburg

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