Schaumburg-lippischer Bischof Manzke in den Ruhestand verabschiedet

Mit einem festlichen Gottesdienst ist der schaumburg-lippische Landesbischof Karl-Hinrich Manzke am Sonnabend in Bückeburg in den Ruhestand verabschiedet worden. Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Ralf Meister aus Hannover, entpflichtete ihn offiziell von seinen Aufgaben. Der 66-jährige Manzke stand 14 Jahre lang an der Spitze der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe an der Grenze von Niedersachsen zu Nordrhein-Westfalen.

Meister dankte Manzke für seinen Dienst und hob Manzkes Wirken als Catholica-Beauftragter hervor. Mit Leidenschaft habe er den öffentlichen Protestantismus repräsentiert, „und Erstaunliches auf die Beine gestellt“.

In seiner Abschiedspredigt dankte Manzke den Menschen im Schaumburger Land für die jahrelange gute Zusammenarbeit. Zugleich hob er die Kraft des christlichen Glaubens hervor: „Wer glauben kann, ist in Verbindung mit einer Kraftquelle, die größer ist, als es die eigenen Kräfte und Begabungen hergeben.“

Manzke wandte sich gegen Perfektionszwänge im Blick auf Gesundheit, Beruf oder Familie: Die Schönheit des Lebens liege in der Annahme der Endlichkeit. Zu dem Gottesdienst waren mehrere Hundert geladene Gäste aus Politik, Gesellschaft und Religion in die Bückeburger Stadtkirche gekommen, unter ihnen Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und die amtierende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Kirsten Fehrs aus Hamburg.

Der promovierte Theologe Manzke war neben seinen Aufgaben in Niedersachsen auch auf Bundesebene tätig: als Catholica-Beauftragter der deutschen Lutheraner und als Beauftragter des Rates der EKD für die Seelsorge an der Bundespolizei. Zu seinem Nachfolger im Bischofsamt wurde der bayrische Pfarrer Oliver Schuegraf (54) gewählt, der bisher als Oberkirchenrat für das Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes in Hannover tätig ist.